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27 September 2009

Richtfest

Heute ist Richtfest. Auch für die Politik. Hoffentlich werden die richtigen gerichtet ...
Richtfest aber auch auf unserem Balkon :-)) Ich habe am gestrigen Samstag nachmittag nach meinem letzten Kundengespräch mit dem Projekt "Rettet die schwäbischen Olivenbäume" begonnen. Unser Oli hat ja die letzten Jahre immer in der Wohnung überwintert - mangels Alternativen im Haus. Da war es ihm aber insgesamt wohl zu warm, so daß er regelmäßig kurz vor Frühlingsbeginn begann seine Blätter nahezu vollkommen zu verlieren. So auch letztes Jahr, wo wir ihn im Treppenhaus plazierten. Zwar erholte er sich bislang immer wieder, aber ich stelle mir das ganz schön anstrengend vor. Bäume sind ja schließlich auch nur Menschen ;-) So weit so gut. Aber unser Oli dürfte jetzt etwa 8 Jahre alt sein - und er hat (außer im Jahr des Kaufs) noch niemals Blütenansätze gehabt. Noch nie!!! Und wenn ein Oli nicht blüht, dann ... ja dann hat er auch keine Oliven. Richtig! Nein, nicht richtig. Finden wir zumindest. Wir würden gerne unser eigenes Olivenöl gewinnen :-))
Richtfest bei Steinhart: Das Haus für die Olive nimmt schnell Formen an!
Im Ernst: Ich glaube, dem Oli fehlt zwischendurch ein milder Winter. Und den soll er jetzt auf dem Balkon bekommen. Außerdem ist er richtig groß geworden diesen Sommer, trotz oder gerade wegen des ordentlichen Rückschnitts im Frühjahr. Wir werden sehen. Jetzt bekommt er auf jeden Fall ein schönes Häuschen. Im Photo ist schon mal das Grundgerüst zu sehen. Das Teil wird nächste Woche noch mit Gitterfolie bezogen, die am Rahmen festgeklammert wird. Dadurch erhält das ganze auch noch einmal richtig Stabilität. Eine Seite bleibt gemäß Original-Bauplan offen, da es sich bei diesem Häuschen im Grunde um ein Tomatenhäuschen handelt. Als solches werde ich es dann im Frühjahr auch nutzen! Dann ernten wir unsere Tomaten selbst und nicht unsere fleißigen Tomatenhelfer (Danke nochmals, Nadine!), weil wir just zur besten Tomatenzeit immer im Urlaub sind ;-)
Heute war also Richtfest. Ich finde, es hat schon was. Muß mir allerdings noch überlegen, wie ich die Tür konstruiere. Wahrscheinlich mache ich zwei Flügel zum Aushängen. Mal sehen. Spaß macht das ganze allemal. Ich rufe allen Blog-Lesern zu: Weck den Zimmermann in Dir!!!
In diesem Sinne
Steinhart

24 September 2009

Krank

So ein Mist! Jetzt hat mich doch tatsächlich eine Erkältung erwischt. Und zwar heftig. Und ich hab noch zu den anderen gesagt, daß sie aufpassen sollten, weil unser Immunsystem durch die Extrem-Belastung beim Berlin-Marathon recht angeschlagen ist. Unser Körper ist momentan quasi offen wie ein Scheunentor. Nun denn, jetzt ist es eben so. Gestern war ich ja schon wieder laufen. Kein Muskelkater plagt mich mehr. Nur 20 Minuten, aber immerhin. Alles wieder bestens.
Witziger Hallimasch
Und heute nachmittag konnte ich mal wieder zu meinen Freunden in den Wald, da ein Termin ausgefallen war. Aber die Wälder sind f...trocken. Kaum Pilze. Meine heutige Beute: 1 große Marone, 1 kleine Hexe, eine Handvoll Pfiffis und - man höre und staune - ein paar Samtfußrüblinge! Das sind eigentlich Winterpilze. Werde mir die Kameraden aber noch einmal genau ansehen, vielleicht sind es ja doch "Alternativen" ;-)
So nebenbei machte ich noch eine schöne Aufnahme von ein paar witzigen Hallimasch. Da konnte ich einfach nicht dran vorbei gehen ;-) Hallimasch sind eh irgendwie witzige Pilze. So empfinde ich das.

In diesem Sinne
Steinhart

23 September 2009

Muskelkater

Wie man sich doch täuschen kann: Ich war felsenfest der Meinung, daß ich letztes Jahr nach dem München-Marathon keine großen muskulären Probleme hatte. Falsch! Habe gerade mal im entsprechenden Blog-Eintrag vom 13.10.08 nachgesehen und dort las ich von den gleichen Dingen wie ich sie heuer erlebte ;-) Aber heute ist er eigentlich schon fast wieder weg und ich werde wieder etwas laufen können. Janz locker und jemietlich .....

Wer mal sehen möchte, wie sowas aussieht, der kann ja mal hier gucken: Der Tag danach

Nochmals eine letzte zahlentechnische Aufbereitung:
Die ff. Tabelle vergleicht die Zwischenzeiten meiner bisherigen 4 Marathons
Steinharts bisherige 4 Marathons

Meine Analyse, warum ich mein Ziel nicht erreichte:
1. Ich bin von Anfang an zu langsam gewesen.
Ein schnelleres Tempo war aber gerade zu Beginn durch die unglaubliche Masse nahezu unmöglich. Dadurch kam ich nie in meinen angestrebten Rythmus.
2. Mir fehlte am Ende die Kraft. Eine durchaus mögliche persönliche Bestzeit wurde offensichtlich auf dem letzten Streckenabschnitt verloren. Dieser Leistungsabfall ist für mich nicht wirklich überraschend, da mir entscheidende Trainingseinheiten wg. zu großer Hitze im Urlaub fehlen. Klarer Fall von Fehlplanung. Die Quittung kam eben jetzt ;-)

Nächstes Mal mache ich das besser!
z.B. in Zürich im April 2010

In diesem Sinne
Steinhart

21 September 2009

Hauptsache alles Haile - 1 Tag nach Berlin

Brandenburger Tor

War das ein Marathon!!!
Tolles Sonnenwetter (leider ein bissele zu heiß), phantastisches Publikum und wir drei bei allerbester Stimmung! Da konnte doch eigentlich nix schiefgehen. Eigentlich ...
War es nicht schon genug, einen Trainingsrückstand von 2 Wochen nicht wirklich aufholen zu können, so futterte ich mir doch tatsächlich in Berlin noch rund 2 Kilo zusätzlich an (!). Ich wog am Samstag morgen auf der Waage in Berlin 76,0 und am Marathonmorgen 78,0. Irre! Das waren dann 8 Kilo mehr als letztes Jahr in München!!! Dazu kam dann auch noch echtes Pech: Ich stürzte morgens um 4:30 Uhr mit nackten Füßen voraus etwa 7 Treppenstufen hinab und zog mir - Gott sei Dank - nur leichte Verletzungen zu. Ich blutete ein wenig am Knöchel und am Fußaußenrist.

So sehen Sieger aus ....
Nun aber genug geklagt. Wir erlebten wirklich einen ganz tollen Wettkampf und konnten mit unseren Ergebnissen wirklich rundum zufrieden sein. Fast 41.000 Läufer hatten gemeldet! Das war vielleicht ein Gewusel! Waren es bei mir in einer der vordersten Startgruppen nur etwas mehr als eine Minute, so mußten meine beiden Lauffreunde mehr als eine Viertelstunde warten, bis sie nach dem Startschuß endlich über die Startlinie durften. Unglaubliche Menschenmassen machten sich da auf einen langen und harten Weg.
Horst, unser "Marathonwelpe", lief seinen ersten Marathon in tollen 4:23 und Caren konnte ihre Bestzeit auf 4:10 steigern. Beiden zolle ich hohen Respekt und beglückwünsche die zwei nochmals zu ihren wirklich erstklassigen Leistungen!
Der spätere Sieger Haile Gebrselassie - nur noch umringt von seinen Hasen
Diese sind umso höher zu bewerten, wenn man weiß wie schwer es ist bei Temperaturen um die 25 Grad zu laufen! Selbst Haile Gebrselassie mußte diesem Umstand Tribut zollen. Er gewann zwar zum wiederholten Male, aber eben nicht in angestrebter Weltrekordzeit! Er blieb aufgrund der warmen Witterung gute 2 Minuten drüber.

So betrachtet war meine Zeit ja relativ gut: 3:16:12 und damit nur 35 Sekunden über meiner bisherigen Bestzeit. Während Haile also 1,73% über seiner PB lag waren es bei mir lediglich 0,3%!!! Ich war also bezogen auf die PB (persönl. Bestzeit) besser als der derzeit schnellste Marathonläufer der Welt ;-)
Meine Fakten:
Zeit: 03:16:02 hh:mm:ss
Platz 2.714 von 27.936 Männern
Platz 166 von 3.259 in meiner Altersklasse!!!
Nur 120 Frauen vor mir im Ziel ;-)

Steinharts Marathon in Zahlen, Daten und Fakten
Der Lauf war für mich verdammt hart. Ich konnte von Beginn an nicht ein einziges Mal im geplanten 4:15er Tempo laufen (s.a. nebenstehende Tabelle). Normalerweise kann ich sehr gleichmäßig laufen und habe hinten heraus eher noch was zuzulegen. Aber gestern fiel mir alles von Anfang an schwer. Und ab Kilometer 26 war es nur noch Kampf gegen Günter. Günter ist mein Schweinehund. Und der hatte gestern mehrfach seine Chance ...

Alles in allem bin ich aber froh, wieder einmal "haile" ins Ziel gekommen zu sein. Daß dies nicht zwingend so sein muß sieht man auch auf meinem Zielvideo. (Unten läuft eine Uhr mit: Ab 12 Sekunden bin ich in der Bildmitte zu sehen - mit Mütze, orangefarbenem Hemd und Sonnenbrille) Dort ist zu sehen wie ein Läufer kurz nach meiner Zielankunft etwa 20 Meter vor dem Ziel zusammenbricht. Hm .....

Meine Blessuren (und die meiner Lauffreunde) beschränken sich letztlich aufgrund der intensiven und auch guten Vorbereitung auf etwas Muskelkater. Aber der reicht mir auch, kann ich doch kaum normal die Treppe runter gehen :-)) Aber das wird wieder!
Wie konnte ich doch in Berlin so schön auf einem T-Hemd lesen?
Schmerz ist temporär - Stolz bleibt!
In diesem Sinne
Steinhart

16 September 2009

Euphorisch - nur noch 4 Tage bis Berlin

Ich hätte mich heute rückwärts und auf einem Bein selbst vom Platz tragen können! War das ein geiles Training!!! 3 x 1.500m waren angesagt, in jeweils 6:22 mm:ss. Gelaufen bin ich in 6:20 / 6:21 / 6:14. Das Verblüffende dabei war jedoch die Art und Weise: Völlig locker, ohne kämpfen zu müssen. Hätte jederzeit noch zulegen können! Einfach irre; so stelle ich mir einen Lauf unter Drogen vor ;-) Lag es vielleicht am gestrigen Pilzgericht oder gar am phantastischen Wein von La Soumade? Oder liegt es am wieder einmal auf den Punkt ausgerichteten Trainingsplan meines Laufgurus Herbert Steffny? Scheint irgendwas dran zu sein an all den Trainingstheorien.
Sei's d'rum!
Das Sahnehäubchen war dann allerdings mein Weitsprung. Jaaa, richtig gelesen: Weitsprung! Eine Schulklasse hatte Sportunterricht und u.a. Weitsprung. Ich fragte den Lehrer ob ich wohl einen Sprung machen dürfe. Klar, durfte ich. Eigentlich mehr als leichtsinnig, v.a. wenn man bedenkt, daß ich ja in ein paar Tagen den Marathon laufen möchte! Die Verletzungsgefahr ist schon gewaltig, zumal ich seit fast 30 Jahren nicht mehr gesprungen bin .... Kurzer Anlauf - wie eben die Mädels auch - und schwupp! lag ich im Sandkasten. 4,30 Meter!!! Und der Lehrer staunte nicht schlecht! Unmittelbar nach meinem Intervalltraining und ohne Übung nach 30 Jahren solch ein Sprung ..... mit etwas Training wären bestimmt noch 5 Meter drin. Wer würde mit mir wetten? ;-)
Ich grinste natürlich ohne Ende in mich hinein und freute mich diebisch!!! In meiner Altersgruppe werden fürs Sportabzeichen lediglich 3,80 gefordert. Also nach dem Marathon werde ich das Thema Sportabzeichen noch einmal angehen.
Aber jetzt laufe ich die 42.195 Meter erst einmal unter 3 Stunden!
In diesem Sinne
Steinhart, voll drauf

16 September 2009

Freunde - nur noch 4 Tage bis Berlin

Jetzt wird es langsam ernst. Der Marathon naht mit großen Schritten. Was Du bisher nicht gemacht hast kannst Du jetzt nie und nimmer auch nur im Ansatz aufholen. Jetzt heißt es, bedächtig zurückfahren und die Kräfte sammeln. Ja nix mehr übertreiben! Gestern war Ruhetag. Auch geschäftlich war es seit Urlaubsende zum ersten Male wieder etwas lockerer, da ein Meeting nicht stattfand. Also konnte ich diesen Dienstag mal richtig nutzen um mal wieder nach meinen Freunden zu sehen. Meine Freunde im Wald ;-)
Leitpfosten im Wald - aus Material aus dem Wald. Vorbildlich. Macht Sinn!
Schön war es, mal wieder durch den Forst zu tigern. Schön war es auch, zu sehen, daß man durchaus dem ganzen Plastikwahn auch in Deutschland begegnen kann: Leitpfosten aus dicken Astknüppeln, weiß und schwarz angestrichen, fertig! Geht auch - und kostet bestimmt weniger! Vorbildliche Maßnahme im Welzheimer Wald!
Zunächst galt meine Wanderung natürlich bekannten Orten ;-) Und siehe da: Meine Pfifferlingswiese war übersät mit gelben Tupfern :-))))) Leider waren viele Pilze schon weit "drüber", so daß ich diese natürlich stehen ließ. Sollen in den nächsten Jahren ja weiterhin welche dort geerntet werden! Reichte diese Beute an sich schon für ein leckeres Abendessen so glaubte ich aus irgendeinem Grunde doch mal auf die andere Seite des Bächleins springen zu müssen. "Vielleicht gibt es da ja auch ein paar Pfiffis. Könnte ja sein" dachte ich mir. Und tatsächlich: Da standen auch ne ganze Menge, wenn auch nicht mehr alle frisch. Und wie ich so strolcht durch den finstern Tann ...... und den ersten erspähten Pfiffi pflücken möchte, da sehe ich .... da sehe ich doch tatsächlich völlig unvermittelt einen prächtigen strammen Kerl: Ein wunderhübscher Steinpilz! Jubel, Freu, Drück, Knutsch, Juchhuuuuuu! Endlich Pilze! Endlich Steinis!!!!
Erster Steini in 2009 - ein bislang enttäuschendes Pilzjahr
Das war es dann aber auch schon. Noch eine Hexe, eine flockenstielige, und Ende :-(
Nach diesem furiosen Auftakt - es waren gerade mal 30 Minuten vergangen - fand sich in den nächsten 2 Stunden nix mehr. Aber auch gar nix mehr. Nicht mal ein einziger Trompetenpfifferling! Nix!!! Wie leergefegt. Muß wohl doch wieder morgens sammeln .... Aber das mache ich erst wieder NACH Berlin!
In diesem Sinne
Steinhart

P.S. Kathrin, die beste Pilzzubereiterin überhaupt, machte uns leckere (echte) Bandnudeln mit - wer hätte es erraten? - einem Pfifferling-Steinpilz-Hexen-Semmelstoppel-Sahnesoße. Und dazu gab es einen köstlichen Rasteau "Prestige" von Soumade aus dem Jahre 2004. Und weil dann auch noch Freunde kamen, gab es eine aus 2005 noch hinterher ....

14 September 2009

Beschwingt - nur noch 6 Tage bis Berlin

Heftig schwingende Brücke zum Etzwiesenstadion
Nach den gestrigen 27 Kilometern hatte ich seltsamerweise Hüftschmerzen. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Seltsam. Erste Folgen eines harten Trainings?
Heute dann die Erleichterung: Ich lief relativ locker und vor allem absolut beschwerdefrei. So richtig beschwingt :-) Ob da diese Brücke ihren Anteil dazu beitrug? Aufgrund der beginnenden Arbeiten zum Bau des neuen Murrtal-Viadukts wird der Fuß- u. Radlweg in den Etzwiesenauen über eben diese Brücke und das Etzwiesenstadion umgeleitet. Und das Teil schwingt - wohl bedingt durch meine spezielle Laufschrittfrequenz - so beherzt, daß man, am Ende angelangt, richtig Probleme hat weiterzulaufen! So, wie wenn man ein schwingendes Trampolin wieder zum Stillstand bringen möchte. Aber Stillstand brauche ich momentan nicht wirklich. Zumindest nicht vor dem Berlin-Marathon ;-)
In diesem Sinne
Steinhart

13 September 2009

Freibier am Max-Eyth-See! - nur noch 7 Tage bis Berlin

An einer guten Roten kann Steinhart nicht vorbei!
Heute habe ich den letzten langen Lauf vor Berlin gemacht. 27 km am Neckar in der Landeshauptstadt.
Nun ist also alles getan. Zumindest alles, was noch möglich war, alles für das große Ziel: Einen Marathon unter 3 Stunden! Aber dennoch ist das Ziel - realistisch betrachtet - durch den umfangreichen Trainingsausfall während des Urlaubs nicht wirklich zu erreichen. Auch wenn ich die Umfänge und Intensitäten alle geschafft habe. Es ist einfach deutlich zu merken, wie schwer mir das alles die letzten Tage gefallen ist. Keine Leichtigkeit. Kein exzessiver Spaß. Auch keinesfalls das Gefühl, mal eben nur "die Handbremse lösen" zu müssen. Vielleicht kommt das noch während der letzten Trainingswoche?
In den kommenden Tagen gilt es nun das Pensum herunterzufahren, Glucose- und Kohlehydratspeicher aufzufüllen. Insgesamt werden jetzt nur noch 35 km gelaufen, also gerade mal so viel wie letzten Sonntag! Hatte mich mit Caren abgesprochen um diesen Lauf - auch aus Motivationsgründen - zusammen zu absolvieren. Die Schwierigkeit: Ich mußte 27, Caren aber nur 20 km laufen. Ich mußte ein Tempo laufen von 5:20 mm:ss pro 1.000 m, Caren "nur" in 6:30. Meine Idee ließ sich dann überraschend gut umsetzen:
1.
Ich war etwa 15 Minuten vor Caren am Startpunkt 'Max-Eyth-See'. Dort lief ich schon mal vorneweg 1 Runde = 2 km in meinem Tempo
2.
Wir liefen dann immer 3 km zusammen in einem Tempo, welches Caren bestimmen konnte (war dann um die 6:00).
3.
Dann lief ich - aus meiner Sicht - 3 km in einem deutlich schnelleren Tempo (ca. 4:45 bis 5:00).
4.
Nach diesen 3 km kehrte ich um und lief Caren wieder entgegen.
5.
Ab dem Treffpunkt liefen wir wieder gemeinsam in Carens Richtung weiter.
6.
Wieder zurück am See hatte Caren ihre 20 km voll und ich lief nochmals eine flotte 2km-Runde in ca. 4:30 (war so schnell nicht geplant!!!
Ergebnis:
Ich hatte am Ende ca. 27 km auf dem Ticker mit dem gewünschten Tempo von 5:22 (Plan war 5:20), wir sind recht viel miteinander gelaufen und hatten unseren Spaß! Und auch wichtig: Caren konnte schon mal das Bier bestellen ..... (hat sie aber nicht. Sie machte stattdessen ihre Dehnübungen ...)
Am letzten Punkt muß ich also noch arbeiten ;-)
Freibier vom Stuttgarter Hofbräu am Max-Eyth-See!!!Einem geschenkten Gaul schaut der Schwabe nicht ins Maul ... :-)
Eine nette Überraschung gab es dann noch am Max-Eyth-See: Zwar wurde uns der Blick zum See dadurch verstellt, aber eine Brauerei-Bierkutsche mit 8 schwarzen Pferden war vorgefahren und servierte ab 12 Uhr Freibier!!! Da ließ ich dem dunklen Weizen doch gleich noch mal ein paar Kohlehydrate folgen!!! Ist ja klar, oder?
In diesem Sinne
Steinhart

10 September 2009

Günter hat verloren - nur noch 10 Tage bis Berlin

Günter, mein Schweinehund, hatte heute nix zu lachen :-)
Mein Gott, war das heute schwer! Aber Günter hat heute eindeutig verloren. Günter ist mein Schweinehund. Und der hat nun genug gewonnen. Jetzt ist Schluß mit lustig!!! Und daß ich es ernst meine, kann man schon daran erkennen, daß ich heute T. (mein Ex-Nachbar und Radlwindschatten) von mir die Anweisung erhielt, mir auf gar keinen Fall die angeforderten und in Frankreich von ihm für mich gekauften Spezialkekse vor Berlin auszuhändigen ... :-))

Heute hatte Günter mehrfach seine Chance, aber er konnte sie nicht nutzen. Schon nach 500 Metern dachte ich darüber nach, was ich heute in einem Laufmagazin gelesen hatte: Man sollte niemals gegen seine Müdigkeit antrainieren! Ich lief weiter in einem vermeintlichen Höllentempo obwohl mir der Blick auf meine Uhr anderes mitteilte ;-)
Gefordert waren heute 3 x 5.000m in jeweils 21:15
Ich mußte allerdings feststellen, daß es nur 4.540 m lt. meiner Uhr waren. Da diese aber etwa 5% zu wenig anzeigt, dürften es ca. 4.800 m gewesen sein. Und die restlichen 200m ... geschenkt!

Die ersten 5.000 lief ich in 20:10, die zweiten in 20:30 und die dritten ebenso in 20:30.

Insofern alles in Butter. Aber wie schon oben beschrieben: Es war brutal hart. Dennoch: Es wurde zunehmend einfacher, auch wenn Günter mir immer wieder was ins Ohr raunte ...

Verkehr in Backnang wegen Bauarbeiten an der Krähenbachkreuzung, einem besonders neuralgischen Punkt unserer Stadt!
In Backnang und Umgebung herrscht momentan absolutes Verkehrschaos. Unglaublich, was es ausmacht, wenn man die richtige Kreuzung sperrt. Wie jetzt die sogenannte Krähenbachkreuzung. Sämtlicher Verkehr, der aus Stuttgart oder Schwäbisch Hall kommt, muß mehr oder weniger durch die Stadt. Ich brauche z.Zt., wenn ich auf den Autobahnzubringer will, statt normalerweise rund 3 Min. jetzt ca. 20 Min.!!! Bei 8 Fahrten pro Woche in diese Richtung machte das schon mehr als 2 Stunden Verlust aus ohne die Rückfahrt zu rechnen! 2 Stunden, die ich lieber ins Marathontraining investiert hätte, als mir diese Zeiten mühsam anderswo zu "organisieren".
Das Leben bleibt halt eines der härtesten!
In diesem Sinne
Steinhart

09 September 2009

09.09.09

Geiles Datum heute!
Nachdem die Anzahl der regional heute anstehenden Trauungen veröffentlicht waren meinte heute morgen jemand im Radio, daß man als Betroffener ein paar Dinge unbedingt beachten solle: Da jede dritte Ehe wieder geschieden werde, solle man auf dem Standesamt heute genau abzählen ...
Unser Hochzeitsdatum ist so schlecht auch nicht: Einfach zweimal 180 hintereinander. Okay: Ein bissele mitdenken hilft jetzt sicherlich ;-)

Heute war Ruhetag bzgl. Training. Kraft und Energie tanken ist angesagt! Insofern also alles entspannt hier.
In diesem Sinne
Steinhart

07 September 2009

Hat jemand Mitleid? - nur noch 13 Tage bis Berlin

Steinhart - ganz dezent in Grau/Orange
Wohl eher nicht ... ;-)
Es war schon saumäßig hart gestern. Fünfunddreißig Kilometer am Neckar entlang. Ganz alleine und mit "am volla Ranza". Aber der Reihe nach.
Zunächst mal hatte ich am Samstag bereits eine sehr harte Trainingswoche hinter mir. Umso mehr freute ich mich aufs Männerkochen bei unseren guten Freunden R+P. Dort sollte es lecker zu essen und ebenso zu trinken geben :-)) Ich durfte dieses Mal die Vorspeise zubereiten und meine treue Ehefrau suchte ein sehr schönes und vor allem auch für Küchendilettanten wie unsereins machbares Rezept heraus: Crêpes aux fruits de mer. Ist mir - wie ich ganz bescheiden zu meinen glaube - recht ordentlich gelungen. Nur mit der Zeit brachte ich die Kollegen ein wenig ins Rotieren! Eigentlich weiß ich gar nicht, warum die Kollegen plötzlich so rotierten ... Ich überzog doch nur um eine Stunde ..... ;-))
Der Hauptgang war dann sensationell: Dialog vom Hirsch mit Spätzle an einer Sahnesoße von gemischten Waldpilzen UND einer Kirschsauce. Schllllleck!!! Ich hätte mich reinlegen können - und zwar zuerst quer und dann der Länge nach! Gab es zur Vorspeise noch einen schönen Riesling von Van Volxem so wurden jetzt ein Österreicher und ein Burgunder gereicht. Eine vortreffliche Wahl der beiden hierfür verantwortlichen Herren!
Die Nachspeis war dann aller Ehren wert: R. bereitete uns den gelungen Abschluß eines wunderbaren Männerkochens mit Marillenknödeln auf einem Himbeerspiegel. Dazu einen wundervollen 91er Vintage-Port von Niepoort. Phantastisch!!!
Das Ganze ging dann bis etwa 3 Uhr in der Früh. Und tags darauf wollte ich ja meinen langen Dauerlauf machen. Hätte ich mich mal etwas mehr zurückgehalten! Ich hatte es mir ja noch gesagt; aber auf mich hört ja keiner! ;-)

Meinen Lauf habe ich dann so organisiert: Kathrin nahm mich gegen 12 Uhr mit ach Cannstatt und fuhr dann weiter nachhause. Ich lief dann einfach am Neckar entlang und wieder retour und dann mit der S-Bahn nach Backnang. Der war Lauf war wie erwartet gnadenlos hart und ich fragte mich einige Male, was ich hier eigentlich tue! Unterwegs quatschte ich mehrere Läufer(innen) an, die mich dann jeweils ein schönes Stück begleiteten. So hatte ich wenigstens für insgesamt rund 15 km ein wenig Abwechslung.
Nicht nur diese 35 km waren hart. Die ganze Woche steckt mir ganz schön in den Knochen!

Ein kleiner Auszug aus meinem derzeitigen Trainingsalltag:
So 30.08. Wettkampf Halbmarathon Altöting (Ergebnis: 1:31:02) 21,01 km
Mo 31.08. 12,04 km
Di 01.09. Ruhetag
Mi 02.09. 19,14 km
Do 03.09. 12,71 km
Fr. 04.09. 13,20 km
Sa 05.09. 11,00 km
So 06.09. 34,94 km
Mo 07.09. 12,15 km

Das waren in den letzten acht Tage immerhin 135 km!!! Wahnsinn!!!
Geht aber noch viiiieeeel härter: Gucksch Du hier!

Kam ich gestern noch auf dem Zahnfleisch daher so lief es heute schon wieder richtig gut.
Morgen muß ich allerdings noch einen flotten 10er hinlegen in ca. 47 Minuten, dann habe ich endlich wieder einen Ruhetag .....
In diesem Sinne
Steinhart

04 September 2009

Viele Kilometer - nur noch 16 Tage bis Berlin

Das Marathontraining fordert seinen Tribut - und der heißt Zeit. Zeit, die ich sonst z.B. fürs Bloggen übrig habe, wird momentan ins Laufen investiert. Anders sind die geforderten Distanzen auch nicht zu schaffen. Auch wenn es jedes Mal ein irrer Kampf gegen den stets hellwachen Schweinehund ist, so gewinne ich doch immer häufiger. Auch wenn es mal stürmt und regnet wie z.B. heute. Brrrrr! Aber irgendwann mußte ich halt doch auf die Piste. So wurde es heute immerhin 19:15 Uhr bis ich endlich den Fuß vor die Tür setzte :-) 90 Minuten standen heute an - und das in einem Tempo von 5:00 Minuten pro 1.000 Meter. Nichts Aufregendes, wenn man bedenkt, daß ich seit dem Halbmarathon am letzten Sonntag mit bekanntlich 21 km ja auch schon wieder 59 km gelaufen bin diese Woche. Mo 12km Mi 19km Do 13km Fr 15 km. Einschließlich der heutigen 15 km. Aber die waren ganz besondere. Von Anfang an ärgerte mich mein "Tach", gab er doch stets ein Tempo von 7:30 bis 8:15 an (Anm. Das ist ein Tempo für Fußlahme und andere Schleicher). Ich bin schier verrückt geworden, dachte ich doch, daß ich wirklich flott unterwegs sei. Untzerwegs gab es dann noch heftigen Sturm und die passenden "erfrischenden" Regengüsse. Daß der Wind ständig meine Kopfhörer aus den Ohren riß trug auch nicht gerade zur Hochstimmung bei ;-)
Nun denn, es zwingt mich ja keiner!

Übrigens gab es in Altötting beim Halbmarathon eine ganz interessante und v.a. ungewöhnliche altersabhängige Bestenliste! Dort wird jede gelaufene Zeit ins Verhältnis gesetzt zum Deutschen Rekord in der jeweiligen Altersklasse. Wer da z.B. 80% dieser Leistung schafft ist besser als jemand mit 70%. So ist es möglich, daß auch ein 70-jähriger ganz vorne stehen könnte! Ich freue mich jedenfalls saumäßig über mein eigenes Ergebnis: Ich kam mit meiner Leistung in dieser Tabelle von 1.054 Männern immerhin auf Platz 73.
In diesem Sinne
Steinhart

P.S. Die geneigte Leserschar möge mir bitte verzeihen, daß in diesen letzten Tagen vor Berlin das Laufen besonders im Fokus steht! Sorry, aber dieses Ding beherrscht z.Zt. mein Leben ganz enorm.