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11 August 2010

Hochinfektöse Boletusitis

oder "The winner takes it all" :-)
Der Arzt meines Vertrauens meint dazu: Ausgedehnte frühmorgenliche Spaziergänge in frischer Waldluft seien das einzige derzeit bekannte Mittel gegen Boletusitis .....
Ja, der Verfasser dieser Zeilen ist wirklich ein sehr glücklicher Mann ... zumindest in dieser Tagen, wenn nicht überhaupt ;-)
Heute waren es doch tatsächlich schon wieder rund 3,7 Kilo Steinis bester Qualität. Dazu kamen 1.800 Gramm Hainbuchenrauhfüße dazu und 167 Gramm Goldröhrlinge.
Welch eine Jagdstrecke für einen engagierten Großpilzjäger wie mich!!! Das nenne ich mal einen furiosen Start in die Pilzhauptsaison. Und ich fahr jetzt in Urlaub .....
Hier ein paar Eindrücke:
HainbuchenrauhfußfamilieSteinpilzÜberall stehen sie herum, die Kameraden ...JagdstreckeWelch eine imposante Ausbeute! So könnte es die restliche Saison weitergehen :-)
In diesem Sinne
Steinhart

09 August 2010

Waldkontakthof

Waldkontakthof. Besonders jugendunfreie Stellen wurden von mir geixt ;-)
Man traut ja manchmal seinen Augen nicht, wenn man so durch die deutschen Wälder streift. Z.B. wenn man völlig unvermittelt auf kiloweise Steinis trifft ;-)
Aber was ich heute entdecken mußte, das verschlug selbst mir die Sprache! Ich schaute mich erst um, ob nicht die 'Versteckte Kamera' unterwegs sei ;-) Aber was ich da fand war wohl ein ernsthafter Versuch zur Kontaktaufnahme. Den Urheber kann ich nur bedauern. Kein Wunder, daß hier keine Pilze wachsen! :-))
In diesem Sinne
Steinhart

08 August 2010

Von Frevlern und wie man ihnen begegnet ...

Es gibt schon seltsame Zeitgenossen.
Da war ich heute im Wald - ja, ich war so mutig, obwohl ich gestern an anderer Stelle keinen einzigen (!) Fruchtkörper fand! Kathrin, die beste Großpilzjägertreiberin weit und breit, meinte so ganz locker beim Frühstückskaffee: "Du, da hinten kommt frei blauer Himmel". Ich ins Schlafzimmer, meinen roten tarnkombi angelegt und binnen drei Minuten saß ich im Auto, während es noch in Strömen goß! Nur so geht's, dachte ich bei mir.
Im Wald angelangt war erst mal Frust angesagt: An der von mir in dieser Gegend favorisierten Stelle erwartete ich nach all dem Regen und der guten Wärme, bei diesem wunderbar schwülen Wetter, ja, da erwartete ich eigentlich ein Meer von gelben Tupfern zu sehen. Es waren leider nur zwei Kameraden zu sehen, ansonsten langweilte mich nasses Grün.
"Mist!", dachte ich so bei mir. Irgendwie wollte ich aber noch nicht aufgeben und hüpfte auf die andere Seite des Bächleins. Just an die Stelle, wo ich vor 2 oder 3 Jahren schon mal völlig unvermittel einen riesigen Steini auf einer Baumwurzel thronend entdeckte. Danach nie wieder was gefunden dort. Heute meinte ich also, da könnten sich vielleicht doch weitere Pfiffis aufhalten. Doch mir stockte der Atem: Eine wunderhübsche Steini-Familie erfreute mein nunmehr feuchtes Auge. Ich hielt zunächst inne, dann juchzte ich im Stillen vor Vergnügen und es war mir als erlebte ich einen inneren Bundespilzkongress :-) Dann das Standardprogramm: Photo für P. und ab mit den Kameraden ins Körbchen.
Das nenne ich Frevel: Handtellergroße Schnittflächen hinterlassen ohne diese abzudecken. Sehr ärgerlich ;-)
Wenn schon hier Steinis stehen, wie mag es dann an meiner Steinpilzwiese wohl aussehen, die ich letztes Jahr so glücklich entdecken durfte? Jou!!! Es war einfach nur der ganz normale Wahnsinn. Welch sinnliche Erfahrung, diese runden strammen Kameraden zwischen Daumen und Fingern zu fühlen und sie sanft aus dem Boden zu drehen! Sie standen da wie gemalt: Erst einer, dann zwei, dann drei, dann sechs, dann zehn - immer mehr schienen sich dazuzugesellen :-). Auf der Nachbarwiese muß sich tags zuvor (oder waren es 2 Tage?) ähnliches abgespielt haben, nur eine oder zwei Nummern größer: Handtellergroße Schnittflächen ließ dieser "Frevler" zurück. Er machte sich nicht mal die Mühe, die Steinis komplett abzuschneiden, hatte wohl bei der Erntemenge keine Lust zum Putzen.
Von solchen Brocken, wie sie dieser Frevler liegen ließ, ernähren sich in schlechteren zeiten ganze Familien!
Er ließ teilweise ca. 150-Gramm-schwere Teile einfach liegen oder im Boden stecken. Welch ein Wahnsinn. Ließ ich zunächst großzügig einige kleine Steinibabies stehen um diese vielleicht übermorgen zu holen, so kehrte ich nach dem Anblick der Frevlervorgehensweise zurück und holte auch den Rest ins Körbchen. Schließlich weiß unsereins die Früchte der Natur zu schätzen. Sorgsam verschloß ich jede Wunde, zum Wohle des Pilzes aber auch zur Tarnung. Muß ja nicht jeder zufällig dahertapsende Waldschrat gleich sehen, welches Gemetzel hier hin und wieder stattfindet.
Nun verspürte ich so etwas wie maßlose Gier in mir. So muß es wohl Haien ergehen, die Blut wittern. Ich verfiel einem wahren Pilzrausch und kann nun getrost und ohne Übertreibung melden: Dieser Wald ist fruchtkörperfrei! Zumindest was den Steinpilz angeht und zumindest für 2 Tage ;-)
Im Ergebnis waren es am Ende exakt 4727 Gramm geputzte (!) Steinis!!! Hier gibt es Photos dieser wahrhaften

Pilzorgie

.

Umgehend schlug ich bei meinem pilztechnischen Lehrmeister 'Pilzalarm', welcher diesen dazu veranlaßte, in Windeseile den momentanen Standort Richtung bekanntem Waldgebiet zu verlagern. Doch er hatte Pech: lediglich zwei klitzekleine Jungsteinis waren neben einer Espenrotkappe und zwei Hexen seine Ausbeute.
Sein Anruf mit dem Hinweis, daß seine Frau berühmt für ihre handgeschabten Spätzle sei, wurde von mir direkt als das erkannt, was es war: der Hilferuf eines Gourmets! Gut, wer Freunde hat, die Pilze finden können!
Das daraus resultierende köstliche Mahl in O. haben wir in allen Zügen genossen. Natürlich auch, weil der Hausherr es sich nicht nehmen ließ köstlichen Weißwein zu kredenzen. U.a. eine allerdngs noch verdammt jungen Montrachet von Lamy-Pillot aus dem Jahre 2007. Der abschließende Barolo von Chicco war aber auch nicht von überaus schlechten Vorfahren!
Ein wunderschöner improvisierter Abend, von dessen Art es ruhig mehr geben dürfte :-)
In diesem Sinne
Steinhart

07 August 2010

Wasser - Quell des Lebens

Habanero & Co. werden jetzt automatisch bewässert
Die Urlaubszeit steht bevor und ich bin nicht sehr unglücklich darüber ;-)
Aber: Was macht man mit den Pflanzen, so man welche hat. Und ich habe. Habe Tomaten, diverse Kräuter und Blumen und habe vor allem Chilis! Und wenn letztere trocken laufen, dann war's dann wohl mit Hunderttausenden von Scovilles .....
Zwar haben wir in unserer Nadine eine perfekte Gießerin und auch Kiki hilft zuverlässig aus, wenn sie zur kritischen Zeit hier ist. Aber es ist doch immer wieder ein ganz schöner Akt, auf fremdem Terrain rund 30 Pflanzen in unterschiedlichen Töpfen zu gießen und das auch noch in der richtigen Menge.
Jedes Pflänzchen hat seinen eigenen "Wasserhahn"
So habe ich mich nun für ein Bewässerungssystem entschlossen. Kam heute endlich mal dazu, dieses zu installieren. Vor lauter Kistenbauen hatte ich da gar nicht mehr dran gedacht.
Die installation ist kinderleicht - und v.a. läuft das ganze ohne Elektrik etc. Auf ganz natürlichem Wege wird ein Quellhölzchen trocken und schrumpft dadurch. Dies wiederum bedeutet, daß der entsprechende Zugangsschlauch (besser: Schläuchlein) nicht mehr so stark gequetscht wird und nunmehr Wasser durchfließen kann. Selbiges kommt aus größeren Gefäßen wie Eimern oder auch Regentonnen.
Einfach genial!
Unsere Nadine muß jetzt vielleicht noch einmal pro Woche kommen und die zwei Gefäße wieder auffüllen.
Und das war's!
In diesem Sinne
Steinhart

06 August 2010

Ab in die Kiste ...

... und damit meine ich weder Sex noch Tod ;-)
Ich meine meine Gerödelkiste, die Deichselbox an unserem Falter, den Geräteschuppen auf Schloß Nuschl!
War mehr Arbeit als gedacht, aber lustvoller auch :-)
Aber was soll ich hier lang berichten: Ein oder gar zehn Bilder sagen mehr als 1000 Worte!

Gucksch Du also hier: Deichselbox

Ich könnt' mich gerade wieder mal selbst vom Platz tragen ...
In diesem Sinne
Steinhart

03 August 2010

Neues vom Balkon

Es tut sich einiges auf unserem Balkon :-)
Libelle im Olivenbaum
Nicht nur, daß wir heute seltenen (und wunderschönen!) Besuch hatten. Es wächst und gedeiht ohne Ende hier. Ganz besonders liebe ich natürlich meine Chilis. Die Cayenne sind schon richtig knallrot geworden Schauen sie nicht hübsch aus?
Die Cayenne haben schon eine herrliche Farbe :-)

Einfach zum Reinbeißen .... Mein absoluter Liebling ist allerdings mein Habanerostrauch. Jetzt werden endlich die ersten Früchte ausgebildet!!! Kann es kaum erwarten, die Ernte einzufahren ;-)
Scharfe Sache, das.
In diesem Sinne
Steinhart

02 August 2010

Ausflug ins (Ober)Bayrische

Das vergangene Wochenende lud ja wettertechnisch gerade ein zu einem kleinen Ausflug! Zwar war Ferienbeginn und damit der Verkehrskollaps vorprogrammiert, aber wir hatten schon vor längerer Zeit geplant, meinen Onkel aus England zu einem weiteren Onkel im Chiemgau zu fahren. Letzterer wohnt wunderschön mit einem phantastischen Blick auf die Chiemgauer Alpen. Von dort aus unternahmen wir dann auch einen Abstecher an den Königssee. Viel los dort. Natürlich. Aber ich war schon überrascht, wie moderat dort die Preise noch gestaltet sind. Kleines Beispiel: Ein LKW (Leberkäsweck), der dort natürlich anders heißt kostet gerade mal 1,70 EUR. Da zahle ich ja in Backnang schon mehr ;-)
Was jetzt? Erlaubt oder nicht erlaubt?
Der absolute Hammer war dann allerdings ein Verkehrszeichen, dessen tieferer Sinn sich mir bis heute nicht erschließen will. Egal, wie oft ich es mir auch ansehe: Ich werde aus den beiden Zeichen nicht wirklich schlau :-))
Ich bin eh für die Abschaffung von Verkehrszeichen!
In diesem Sinne
Steinhart